„Heute Radschnellweg!“: Auf zur Raddemo am Sonntag, 10. Juli!

 

„Heute Radschnellweg!“, so lautet das Motto der Fahrraddemonstration von Heidelberg nach Mannheim, die ein Aktionsbündnis unter Federführung des ADFC für Sonntag, 10. Juli 2022, angemeldet hat.

 

Raddemo Heidelberg - Mannheim 2021
Raddemo Heidelberg - Mannheim 2021 © ADFC Rhein-Neckar

Die Raddemo, die um 10 Uhr auf dem Heidelberger Friedrich-Ebert-Platz startet, führt südlich des Neckars auf derselben Route wie im Vorjahr nach Mannheim. Sie verläuft damit weitgehend auf Parallelstraßen zur A 656, nur auf einem kurzen Abschnitt bei der Einfahrt nach Mannheim − zwischen der B 38a und der B 37 − wurde die Autobahnnutzung gestattet. Mit der jährlichen Fahrraddemonstration soll auf die dringende Notwendigkeit einer direkten und schnellen Radverbindung zwischen den beiden Großstädten der Metropolregion hingewiesen werden.

Schirmherren der Veranstaltung sind die Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (Heidelberg) und Dr. Peter Kurz (Mannheim).

„Dem Fahrrad als Verkehrsmittel kommt eine immer größere Bedeutung als Schlüssel zu einer erfolgreichen Mobilitätswende zu – auch über unsere Stadtgrenzen hinaus. Damit noch mehr Menschen das Rad nutzen, setze ich mich auch persönlich dafür ein, die Attraktivität für alle Radfahrenden weiter zu steigern. Der Radschnellweg Mannheim-Heidelberg ist nur ein Beispiel für die gemeinsamen, überörtlichen Radprojekte der nahen Zukunft. An anderen arbeiten wir aktuell in Heidelberg im Rahmen unserer Radstrategie 2030. Unser Ziel erreichen wir aber nur gemeinsam mit anderen Akteurinnen und Akteuren. Aus diesem Grund habe ich auch sehr gern erneut die Schirmherrschaft für die Raddemo des ADFC übernommen“, so Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

„Radschnellverbindungen tragen maßgeblich dazu bei, Hauptverkehrsachsen auf der Straße zu entlasten, Staus zu vermeiden und die Luftreinhaltung zu fördern – und sind damit ein effektives Mittel auf dem Weg zur Klimaneutralität. Durch eine künftige Verbindung wächst die Metropolregion noch enger zusammen. Wir stehen hierzu in engem Austausch mit dem planenden Regierungspräsidium. Beim Radschnellweg 15 Mannheim-Viernheim-Weinheim sind wir schon weiter: Hier haben die Bauarbeiten auf dem Buga-Gelände bereits begonnen“, erläutert der für Verkehr und Stadtentwicklung zuständige Mannheimer Bürgermeister Ralf Eisenhauer.

„Für den Autoverkehr sind direkte und schnelle Verbindungen selbstverständlich, die Radfahrenden zwischen Heidelberg und Mannheim werden dagegen auf Umwegen und schlechten Wegstrecken geführt. Das ist – vor allem für Pendler*innen – eine Zumutung und bewegt niemanden zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad. Umso wichtiger ist, dass der geplante Radschnellweg nunmehr ohne Verzögerungen Wirklichkeit wird. Unproblematische Teilabschnitte können kurzfristig vorab realisiert werden, so Michael Fröhlich vom ADFC Rhein-Neckar.“

Christoph Rothfuß, Stadtrat der Grünen, Heidelberg: „Ziel der jährlichen stattfindenden Raddemo von Heidelberg nach Mannheim ist es, auf die Notwendigkeit eines Radschnellweges zwischen beiden Städten hinzuweisen. Wir möchten, dass dieser Radschnellweg bald auch schon in Teilabschnitten eingerichtet wird, um mehr Menschen vom Auto aufs Rad zu bringen.“

„Es ist Zeit, dass sich endlich was dreht, zwischen Heidelberg und Mannheim! Direkte und komfortable Verbindungen bewegen Menschen definitiv dazu, Ihr Auto stehen zu lassen oder es gar abzuschaffen! Wir freuen uns auf eine tolle und gut gelaunte Rad-Demo“, so Max Kraus vom Radentscheid Heidelberg.

Michael Pfeiffer, Stadtrat der Grün-Alternativen Liste (GAL), Heidelberg:Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nehme ich an der Raddemo teil. Das lachende Auge für sicherlich wieder die vielen Menschen, die sich bei der Demo für mehr und sicherer Radwege einsetzen, das weinende Augen dafür, dass solche Demos immer noch nötig sind, um für RadfahrerInnen mehr Platz im öffentlichen Raum einzufordern.“

Veranstalter und Unterstützer

Die Demo wird veranstaltet von: ADFC Rhein-Neckar und ADFC Mannheim, Bündnis 90/Die Grünen Heidelberg, SPD Kreisverband Heidelberg, Grün-Alternative Liste Heidelberg, Asta der Universität Mannheim und Studierendenrat der Universität Heidelberg, Radsportverein Heidelberg e.V., Radentscheid Heidelberg sowie unterstützt von Ökostadt Rhein-Neckar und VCD Rhein-Neckar sowie den Fahrradgeschäften alta velo, Das kleine Radhaus, Eldorado, Quadrad, Fahrradwerkstatt Edingen, der RadRaum und Ruprecht Rides.

Radtour zur Demo

Der ADFC Mannheim bietet eine Tour zur Demo an, Treffpunkt um 8 Uhr an der SAP-Arena.

 

https://rhein-neckar.adfc.de/neuigkeit/heute-radschnellweg-auf-zur-raddemo-am-sonntag-10-juli

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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