Radschnellweg Heidelberg-Mannheim verzögert sich - Raddemo am 10. Juli

 

Nach Mitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe verzögert sich die Fertigstellung der Entwurfsplanung für den Radschnellweg Heidelberg-Mannheim voraussichtlich bis circa Anfang 2023.

 

Verkehrszeichen Radschnellweg (Symbolfoto)
Verkehrszeichen Radschnellweg (Symbolfoto) © ADFC Rhein-Neckar

Die Trasse steht seit Sommer 2020 fest. Derzeit arbeiten die Planerinnen und Planer an der Entwurfsplanung. Dabei werden konkrete Querschnitte zur Gestaltung des Straßenraums erstellt. Ein Zwischenstand wurde in einer digitalen Informationsveranstaltung im Juni 2021 vorgestellt. Weiterhin wurden während einer Fahrradtour an zwei Tagen im Oktober 2021, Informationen zu ortsspezifischen Planungen und Maßnahmen erläutert.

Im Juni und Juli 2021 konnten Bürgerinnen und Bürger außerdem ihre Hinweise zur Ausgestaltung des Radschnellwegs Heidelberg-Mannheim auf einer Online-Karte eintragen. Über 150 Hinweise und zahlreiche Kommentare zu den Themen Ausstattung des Weges, wie beispielsweise Beleuchtung und Servicestationen sowie Begrünung, Betrieb, Sicherheit und Anschlüsse in das weitere Radverkehrsnetz waren dazu eingegangen. Ebenso wurden Fragen und Kommentare zur Streckenführung sowie zur Parkraumgestaltung für den Autoverkehr eingebracht.

Die Hinweise und Kommentare wurden in den letzten Monaten durch die Projektverantwortlichen des Regierungspräsidiums Karlsruhe gesichtet, hinsichtlich der Berücksichtigung in der weiteren Planung überprüft und anschließend kommentiert. Das Projektteam des Regierungspräsidiums sowie die Verantwortlichen der Städte Heidelberg und Mannheim bedanken sich herzlich für die wertvollen Anregungen und Tipps aus der Öffentlichkeit und freuen sich über die rege Beteiligung.

Die detaillierte Auswertung ist auf der Projektwebseite einsehbar unter www.radschnellweg-hd-ma.de/onlinebeteiligung 

Wie geht es weiter?
Aktuell finden weitere Gespräche zu den Detailplanungen innerhalb der Städte Mannheim und Heidelberg statt. Hierbei geht es unter anderem um Abstimmungen zu den Baustelleneinrichtungsflächen und den durchzuführenden Baugrunduntersuchungen. Da die Abstimmungsgespräche auch aufgrund der Coronapandemie zeitintensiver sind als ursprünglich geplant, verzögert sich die Fertigstellung der Entwurfsplanung voraussichtlich bis circa Anfang 2023. Danach folgt das Planfeststellungsverfahren. Anschließend erteilt die Planfeststellungsbehörde die Baugenehmigung. Um das Genehmigungsverfahren und ebenso den Bau des Radschnellwegs zu beschleunigen, wird die Gesamtstrecke voraussichtlich in zwei Abschnitte geteilt. Somit können Teilstrecken, für die die Ausführungsplanung zügiger abgeschlossen werden kann, schneller umgesetzt, beziehungsweise gebaut werden.

Informationen zum Projekt: www.radschnellweg-hd-ma.de

Auch in diesem Jahr: Raddemo Heidelberg - Mannheim
Um der Forderung nach einer raschen Realisierung des Radschnellwegs Nachdruck zu verleihen, ist auch in diesem Jahr wieder eine Fahrraddemonstration von Heidelberg nach Mannheim geplant: Sonntag, 10. Juli 2022

 


https://rhein-neckar.adfc.de/neuigkeit/radschnellweg-heidelberg-mannheim-verzoegert-sich

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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