SUV auf Radweg

SUV parkt auf Radweg © Radfahrbüro Frankfurt

„Parke nicht auf unseren Wegen“

 

„Bin nur mal eben beim Bäcker“ (oder um diese Jahreszeit auch gern in der Eisdiele) und schnell das Auto auf dem Radstreifen abgestellt: Das treibt Radler*innen die Zornesröte ins Gesicht.

 

Konflikte zwischen dem fließenden Radverkehr und dem ruhenden Autoverkehr sind überaus häufig. Manch Radfahrender hat einen dieser praktischen Aufkleber im Gepäck oder auch ein Kärtchen, das man unter den Scheibenwischer klemmt, um Falschparker – in mehr oder weniger freundlicher Form − auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen.

Wer mit seinem Kraftfahrzeug einen Radweg blockiert, verursacht im schlimmsten Fall einen schweren Unfall, denn die Radfahrenden sind gezwungen, das Hindernis zu umfahren, indem sie in den fließenden Autoverkehr oder auf den Gehweg ausweichen. Seit der jüngsten StVO-Novelle im vergangenen Herbst gelten deshalb für das Parken auf Geh- und Radwegen höhere Bußgelder. Die früheren Strafen von 15 bis 30 Euro wurden auf 55 bis 100 Euro erhöht. Erstmals gibt es für Parkverstöße mit Behinderung zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Auch andere Parkverstöße wurden teurer, beispielsweise das gefährliche Parken in zweiter Reihe, das jetzt ebenfalls mindestens 55 Euro kostet.

Früher durften Kraftfahrzeuge auf sogenannten „Schutzstreifen“ – also Fahrbahnmarkierungen für den Radverkehr mit gestrichelter Linie und Fahrradsymbol − bis zu drei Minuten halten. Das Halten auf diesen Streifen ist mit der neuen StVO jetzt verboten.

Wohin mit dem Rad?
Auch wenn sie nur rund ein Achtel des Platzes benötigen, den ein abgestelltes Auto braucht, können abgestellte Fahrräder zum Problem werden. Das gilt insbesondere dann, wenn sie in Massen auftreten, wie zum Beispiel vor dem Heidelberger Hauptbahnhof. Wie beim fließenden Verkehr gilt: Infrastruktur hilft! Am Bahnhof ist das seit Jahrzehnten geplante Fahrradparkhaus überfällig. Wo sich sonst kein geeigneter Platz fürs Radparken finden lässt, wie vielfach in engen Altstädten oder Gründerzeitvierteln, bleibt nur die Umverteilung des Verkehrsraums zugunsten des Rades, wie zum Beispiel vor der Heidelberger Universitätsbibliothek oder inzwischen auch an einigen anderen Stellen im Stadtgebiet.

Wenn, wie so oft, kein Fahrradständer in der Nähe ist, sollte man sein Rad nicht einfach gedankenlos irgendwo abstellen. Für Fahrräder kennt die Straßenverkehrsordnung zwar keine Parkverbote, aber das ist kein Freibrief. Der Gehweg gehört den schwächsten Verkehrsteilnehmern, das Abstellen von Fahrrädern auf Gehwegen ist nur erlaubt, wenn Fußgängern oder Rollstuhlfahrern der Weg nicht versperrt wird. Fußgängerschutzverbände gehen noch einen Schritt weiter: Ein ungehinderter Begegnungsverkehr zweier Fußgänger, auch solcher mit Kinderwagen, sollte möglich bleiben. Nicht zuletzt sollte man auch an blinde und sehbehinderte Menschen denken, für die ungeschickt abgestellte Räder ein Unfallrisiko darstellen. Grundsätzlich dürfen Fahrräder „wie ein Auto“ auch längs am rechten Fahrbahnrand parken, nach der Straßenverkehrsordnung müssen sie bei Dunkelheit dort aber beleuchtet sein.

 

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https://rhein-neckar.adfc.de/artikel/parke-nicht-auf-unseren-wegen

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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